Artus ( gekämpft und doch verloren )

Heute mal in eigener Sache, jetzt geht es mal hauptsächlich um mich. Ich möchte euch heute berichten wie es mir ( eurem Artus) in letzter Zeit ergangen ist. Mir bleibt leider nicht mehr viel Zeit hier auf Erden um mit meinen Freunden in der Sonne zu liegen oder zu spielen, auch die liebevollen Kuscheleinheiten von Frauchen und meinem geliebten Tanten werden mir wenn meine Zeit gekommen ist sehr fehlen. Aber noch bin ich ja da um euch noch die eine oder andere Geschichte zu erzählen. Es fing alles im Dezember letzten Jahres an. Ich verspürte immer mehr das Bedürfnis viel zu trinken und da ich ja ein aufmerksames Frauchen habe klingelten bei ihr alle Alarmglocken. Also brachte Frauchen mich zum Arzt und dort nahmen sie mir erst einmal ein paar Röhrchen Blut ab. Frauchen hatte die Befürchtung das ich ein Nierenproblem haben könnte. Die Untersuchung meines Blutes ergab aber keinen Befund, meine Nieren waren ok. Das klang ja soweit erst einmal alles gut, aber das Gefühl das etwas nicht in Ordnung war lies Frauchen auch weiter nicht in ruhe. So vergingen die Tage und Wochen und Frauchen hatte immer ein wachsames Auge auf mich. In den Wochen geschah das ein oder andere, ich verlor meine Freundin Myra und kurze Zeit vorher ja schon meine „Ersatzmutter“ Maria. Der Casimir bekam Verdauungsbeschwerden die bis zum heutigen Tage noch nicht ganz weg sind, er hat wohl auf irgendetwas eine Unverträglichkeit. Auf was genau, das wird sich noch rausstellen müssen. Unser süßer Willi hatte sich an einer Kralle verletzt, was aber dank guter Pflege wieder ganz verheilt ist. Aber zurück zu mir, ich trank weiterhin auffällig viel. Mein Fressverhalten war aber unauffällig. Mal war der Kot normal mal etwas fester. Alles in allem war alles soweit gut. Vor knapp einer Woche schmeckte mir das Essen nicht mehr so wie sonst. Auch die Leckerchen wollte ich nicht mehr so gerne. Frauchen bat mir alles an was ging ( auch die ungesunden Dinge…) in der Hoffnung das mir irgendwas besser schmecken würde. Mir ging es dann sehr schnell schlechter und auch das mit dem Kot absätzen wurde ein Problem und das obwohl ich sehr viel trank. Also schaffte Frauchen mich wieder zum Arzt, es wurde wieder Blut abgenommen. Aber diesmal war alles anders. Meine Werte waren so schlecht das der Tierarzt sagte er wolle mich einschläfern. Ich schaute Frauchen an weil ich hörte das sie weinte, ich verstand zwar nicht was der Arzt meinte aber ich merkte das es etwas schlimmes sein musste da Frauchen sonst hier nicht weint. Um meine Verstopfung zu beseitigen musste ich in Narkose gelegt werden da die Einläufe die Frauchen mir schon zwei Tage lang verabreicht hatte, leider nicht geholfen haben. Der Arzt meinte das ich die Narkose mit diesen Werten nicht überleben würde. Ich habe eine schwere Blutarmut da mein Rückenmark daran schuld sei und so weiter, ich habe es nicht genau verstanden. Jetzt waren erstaunlicher Weise auch meine Nierenwerte extrem schlecht und meine Nieren würden kaum noch arbeiten. Frauchen hat sich für eine Chance für mein Leben entschieden und sagte ich sollte in Narkose gelegt werden, wenn es dann so sein sollte das ich nicht wieder wach werde dann akzeptiere sie es. Ich kam an den Tropf damit ich soviel Flüssigkeit wie möglich bekomme und dann wurde ich nachmittags in Narkose gelegt und der Darm wurde ausmassiert. Gegen Abend konnte Frauchen mich lebendig ( wenn auch mit einem dicken Schädel) wieder abholen. Am nächsten Tag wurde ich von allen Seiten betüdelt, da ich noch nicht so wirklich von alleine Fressen mag bekomme ich zur Zeit noch Nahrung aus der Spritze. Aber diese vertrage ich recht gut. Ich setzte auch wieder Kot ab, Frauchen hat auf alles ein Auge. Ich mag aber überhaupt nicht diese Nierenfutter, in keiner Variante. Nach langen überlegen und Abwegen von lieber ein paar Wochen in Würde und mit Futter leben was mir schmeckt und langen quälen mit Futter vor dem es mich eckelt haben wir beschlossen das ein schönes aber dafür kürzeres Leben besser ist als ein längeres aber unschönes Leben. Ich bekomme jetzt alles was ich möchte damit ich mich so wohl wie möglich für den Rest meines Lebens fühle. Einen Kompromiss musste ich aber mit Frauchen eingehen, sie bestand darauf das ich meine Medikamente nehmen muss. Ich hoffe das ich auch euch noch lange erhalten bleibe und euch auch weiterhin mit Geschichten von mir und meinen Freunden unterhalten kann.

Das war am 02.05.2026. Am 04.05.2026 am Mittag ging es ihm soweit gut. Er hat gefressen und gekuschelt, allerdings keine 3 Stunden später kippte sein Zustand so dramatisch und es blieb nichts anderes als sofort zum Tierarzt. Dort konnte man ihn nur noch erlösen. Wir können das alles nicht verstehen und noch nicht greifen. Es bleibt ein Rätsel, für uns unerträglich, allerdings für den kleinen Mann war es ok. Er hat sich mit seiner liebenswerten Art noch verabschiedet. Mach es gut, du kleiner Schatz, wir vermissen dich hier auf Erden unendlich……………